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Hilfe! Mein Baby hat Verdauungsprobleme – Was jetzt hilft

Kaum ist Dein Baby auf der Welt, tauchen oft die ersten Fragen auf: Warum weint es so viel? Hat es Bauchschmerzen? Ist die Verdauung normal?
Verdauungsprobleme gehören tatsächlich zu den häufigsten Herausforderungen im ersten Lebensjahr. Viele Babys haben zeitweise mit Blähungen, Bauchschmerzen, hartem Stuhl oder Unruhe nach dem Trinken zu kämpfen.

Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist das Teil einer ganz normalen Entwicklung. Der Verdauungstrakt Deines Babys ist noch unreif und muss sich erst an das Leben und die Nahrung außerhalb des Bauches gewöhnen. Trotzdem gibt es einige Dinge, die Du tun kannst, um Deinem Baby sanft zu helfen.


Warum Babys so häufig Verdauungsprobleme haben

Das Verdauungssystem eines Neugeborenen ist bei der Geburt noch nicht vollständig entwickelt. Vor allem zwei Faktoren spielen eine Rolle:

1. Der Darm muss erst „lernen“

Der Darm Deines Babys arbeitet am Anfang noch unkoordiniert. Das bedeutet, dass Luft, Milch und Verdauungsprozesse manchmal zu Bauchschmerzen führen können.

2. Das Mikrobiom baut sich erst auf

Ein wichtiger Teil der Verdauung ist das sogenannte Darmmikrobiom – also die Gesamtheit der nützlichen Bakterien im Darm. Dieses Mikrobiom entwickelt sich erst in den ersten Lebensmonaten.

Studien zeigen, dass Faktoren wie

  • Geburtsmodus (vaginal oder Kaiserschnitt)

  • Stillen oder Flaschennahrung

  • Antibiotikagaben

die Zusammensetzung der Darmflora beeinflussen können.

Ein unausgeglichenes Mikrobiom kann mit Blähungen, Unruhe und Verdauungsbeschwerden in Verbindung stehen.


Typische Verdauungsprobleme bei Babys

Viele Eltern sorgen sich, wenn ihr Baby häufig weint oder sich krümmt. Eine dieser Ursachen kann dahinter stecken:

  • Blähungen (Luft im Bauch)

  • Bauchschmerzen

  • Koliken

  • Verstopfung

  • Unruhe nach dem Trinken

Typische Anzeichen können sein:

  • Dein Baby zieht die Beine zum Bauch

  • es wirkt angespannt

  • der Bauch fühlt sich hart an

  • es schreit vor allem abends

Wichtig: Solange Dein Baby gut trinkt, an Gewicht zunimmt und sonst gesund wirkt, sind Verdauungsprobleme oft harmlos. 


Was Deinem Baby bei Verdauungsproblemen helfen kann

1. Bauchmassage und Nähe

Sanfte Bauchmassagen können helfen, Luft im Bauch zu lösen.

Massiere den Bauch Deines Babys sanft mit warmen Händen. Vielleicht gefällt Deinem Baby auch der Körperkontakt. Tragen im Tragetuch oder viel Hautkontakt können beruhigend wirken.


2. Aufstoßen lassen

Beim Trinken kann viel Luft in den Bauch des Babys gelangen und zu Unwohlsein führen. Deshalb hilft es oft, Dein Baby nach dem Stillen oder Fläschchen trinken aufstoßen und Luft entweichen zu lassen.


3. Fahrradbewegungen mit den Beinchen

Eine einfache Übung, die viele Eltern kennen:

Bewege die Beinchen Deines Babys sanft wie beim Fahrradfahren.
Das kann helfen, den Darm anzuregen und Luft aus dem Darm zu lösen.


4. Wärme für den Bauch

Wärme entspannt die Muskulatur im Bauch.

Hilfreich können sein:

  • ein handwarmes Kirschkernkissen (Achtung: vorsichtig erwärmen)

  • eine warme Hand auf dem Bauch


5. Unterstützung des Darmmikrobioms

Da sich das Darmmikrobiom in den ersten Lebensmonaten entwickelt, kann eine sanfte Unterstützung sinnvoll sein – besonders wenn das Baby:

  • per Kaiserschnitt geboren wurde

  • nach der Geburt Antibiotika erhalten hat

  • häufig unter Blähungen oder Bauchschmerzen leidet.

Bestimmte Probiotika für Babys enthalten spezielle Bakterienstämme, die das Gleichgewicht der Darmflora unterstützen können.

Studien zeigen beispielsweise, dass bestimmte Lactobacillus-Stämme bei Säuglingskoliken helfen können, indem sie die Darmflora positiv beeinflussen.


Verdauungsprobleme nach Antibiotika beim Baby

Wenn Dein Baby Antibiotika bekommen hat, kann das die Darmflora beeinflussen. Antibiotika bekämpfen zwar krankmachende Bakterien, können aber auch nützliche Darmbakterien reduzieren.

Deshalb berichten viele Eltern danach über:

  • mehr Blähungen, Bauchschmerzen

  • veränderten Stuhlgang

  • Unruhe

Eine gezielte Unterstützung des Mikrobioms kann helfen, das Gleichgewicht im Darm wieder aufzubauen.


Wann Du zum Kinderarzt gehen solltest

Auch wenn Verdauungsprobleme oft zum Alltag von Neugeborenen gehören, gibt es Situationen, in denen Du medizinischen Rat einholen solltest:

  • Dein Baby trinkt schlecht oder die Windel ist trocken

  • es nimmt nicht an Gewicht zu

  • der Stuhl enthält Blut

  • das Baby wirkt sehr schlapp oder entwickelt Fieber

  • das Baby erbricht wiederholt schwallartig nach der Nahrungsaufnahme

Im Zweifel gilt immer: Lieber einmal zu viel nachfragen als zu wenig.


Fazit: Verdauungsprobleme beim Baby sind häufig – und meist vorübergehend

Verdauungsprobleme gehören für viele Babys in den ersten Monaten dazu. Das liegt daran, dass sich Darm, Verdauung und Mikrobiom erst entwickeln müssen.

Mit etwas Geduld und sanften Maßnahmen wie:

  • Bauchmassagen

  • Wärme

  • Nähe

  • Unterstützung des Mikrobioms

kannst Du Deinem Baby oft schon viel Erleichterung verschaffen.

Und das Wichtigste: Du machst nichts falsch.
Der kleine Bauch Deines Babys lernt jeden Tag dazu!

 

     U N S E R E   E X P E R T I N
     Dr. med Michaela Hagemann I boep-Gründerin, Ärztin & 3-fach Mama


 

 

Quellen:

Impact of maternal intrapartum antibiotics, birth method and breastfeeding on gut microbiota (Prospektive Kohortenstudie) Abrufbar unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26412384/ 

Savino et al., 2010 – Randomisierte, doppelblinde, placebo-kontrollierte Studie Abrufbar unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20713478/ 

 

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