GESTRESST UND ÜBERFORDERT

Unsere Umfrage mit über 1100 Teilnehmer*innen zeigt: Viele Mütter stoßen zurzeit an ihre Belastungsgrenzen

boep-Gründerin und Geschäftsführerin Michaela (30) ist zurzeit schwanger mit ihrem dritten Kind und weiß, vor welchen Herausforderungen junge, berufstätige Familien gerade stehen. Deshalb war es ihr ein persönliches Anliegen, von Euch, unserer Community, zu erfahren, wie es Euch geht und wie Ihr den aktuellen Ausnahmezustand meistert.

Rund 1150 Personen haben unsere Umfrage ausgefüllt; zum Großteil Frauen zwischen 18 und 44 Jahren. Die Ergebnisse zeigen: Die Corona-Pandemie lastet besonders schwer auf den Schultern der Mütter mit Kindern im Betreuungsalter.

Die befragten Mütter übernehmen durchschnittlich rund 75% der Kinderbetreuung und des Homeschoolings;  weniger als ein Viertel erhält tatsächliche Entlastung durch Notbetreuungs-Angebote. Gleichzeitig belastet der Mangel an sozialen Kontakte das eigene Wohlbefinden und das der Kinder. 


Neuer Alltag: „Jonglage zwischen Home Office & Home Schooling plus Alltagsaufgaben im Haushalt und null Pausenzeit für mich“


An unserer Umfrage haben zwischen dem 8. und 12. Mai rund 1150 Personen teilgenommen. Die Teilnehmer*innen kamen zu rund 90% aus Deutschland, zu 5% aus Österreich und zu 3% aus der Schweiz. Knapp 75% aller Teilnehmer*innen waren Mütter zwischen 18 und 44 Jahren mit Kindern unter 10 Jahren.

Rund 78% dieser Gruppe gaben an, sich in letzter Zeit ein wenig oder viel häufiger gestresst zu fühlen als sonst. Über 60% gaben auch an, sich häufiger überfordert und machtlos zu fühlen als vor der Pandemie. 

Trotz des vielen Trubels um sie herum fühlen sich rund 70% von ihnen auch häufiger einsam als sonst. Interessant ist, dass sich auch die befragten Frauen  im gleichen Alter ohne Kinder (ca. 17% aller Teilnehmer*innen) häufiger einsam (ca. 60%) und häufiger machtlos (ca. 62%) fühlen als zuvor.


Belastungsprobe: „Rund um die Uhr für beide Kinder da zu sein mit kaum Unterstützung und allem gerecht zu werden“


Wie kommen diese Gefühle zustande? Unsere Umfrage lässt verschiedene Ursachen erahnen: Laut eigener Einschätzung übernehmen die befragten Frauen aktuell rund 75% der Kinderbetreuung und des Homeschoolings – häufig zusätzlich zu einer Erwerbstätigkeit – während ihre Partner*innen im Schnitt nur 25% der Betreuung übernehmen, sofern sie überhaupt einen Teil übernehmen. Die Notbetreuung der Kitas und Schulen konnte die fehlende Unterstützung bis dato kaum ausgleichen; weniger als ein Viertel der befragten Mütter gab überhaupt an, dass ein Teil der Betreuung durch Einrichtungen übernommen werde. 

Wenig überraschend ist daher, dass der größte Wunsch in den letzten Wochen von rund 25% der Mütter die Öffnung der Kitas, Schulen und anderen Betreuungseinrichtungen war. Der einzige Wunsch, der noch häufiger angegeben wurde (ca. 35% der Antworten), war die Beendigung oder Lockerung der Kontaktbegrenzung. Schließlich waren es gerade die Kontaktsperren, die familiäre Hilfe kaum zuließen. Hier zeigt sich: Die Notwendigkeit der Maßnahmen wird durchaus akzeptiert, aber es ist vor allem die fehlende Möglichkeit, eine alternative Betreuung zu organisieren, die belastet.

Auch die befragten Frauen im gleichen Alter ohne Kinder wünschten sich am häufigsten, Freunde und Familie ohne Einschränkungen wiedersehen zu können (ca. 29%) und private Feiern wahrnehmen/veranstalten zu können (ca. 13%). Das Social Distancing war und ist wichtig für die Eingrenzung der Pandemie, doch wiegt schwer auf den Schultern der boep Community.


Auf die offene Frage „Was belastet Dich privat aktuell am meisten?“ bezogen sich über 40% der Antworten der Mütter auf den Mangel an sozialen Kontakten; die eigenen aber auch die der Kinder – und die psychischen Folgen dessen. Hinzu kommt die Sorge, dass der Ausnahmezustand der letzten Wochen auch nicht spurlos an ihren Kindern vorübergezogen ist. Rund ein Fünftel der befragten Mütter schätzt die Belastung der Kinder durch die Situation als stark oder sehr stark ein.

Besonders im Vergleich mit Frauen im gleichen Alter ohne Kinder fällt auf, dass die befragten Mütter häufig beklagten, „niemandem gerecht zu werden“; weder den Kindern, dem/der Partner*in, dem/der Arbeitgeber*in noch sich selbst. 

Diese Mehrfachbelastung kumuliert in einem erschöpfenden Mangel an Zeit für sich alleine und für Zweisamkeit und stellt für viele eine Belastungsprobe dar, die trotz der neuesten Lockerungen weiter anhält. Der Löwenanteil der Betreuung wird nach wie vor von Frauen geleistet, wirklich gleichberechtigte Aufteilungen finden sich wenige. 

Wir finden, es ist Zeit, mit uns Müttern den Austausch zu suchen und an Lösungen zu arbeiten, wie Familienleben und Erwerbstätigkeit auch in Zeiten von Corona wieder funktionieren kann. Wir danken Euch von Herzen für Eure Teilnahme und finden, Ihr verdient es gehört zu werden!


Die Schlussfrage: Kannst Du der Situation etwas Positives abgewinnen?

"Mehr Zeit im engen Familienkreis, weniger privater Terminstress, viel Zeit draußen in der Natur"
"Die Bereitschaft und Umsetzung sich gegenseitig zu unterstützen oder anderen zu helfen —> Achtsamkeit."
"Der Zusammenhalt der Familie ist stärker geworden ❤ "


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Zusätzliche Information:

Die Daten wurden im Zeitraum vom 8.-12. Mai 2020 durch die "das boep GmbH" mithilfe einer Umfrage (gehostet auf de.surveymokey.com) erhoben. Die Befragten wurden über den Newsletter, die Website und Instagram kontaktiert. Von den 1151 Teilnehmer*innen der Umfrage waren 1136 Frauen, 14 Männer und eine Person wählte das Geschlecht divers. Rund 90,5% aller Befragten wohnen in Deutschland, 5,1% in Österreich und 3,1% in der Schweiz. Die obenstehende Zusammenfassung fokussiert sich aufgrund der Datenmenge auf zwei Hauptgruppen der Befragten: Frauen zwischen 18 und 44 Jahren ohne Kinder (194 Personen | 16,9% aller Befragten) und Frauen zwischen 18 und 44 Jahren mit Kindern unter 10 Jahren (862 Personen | 74,9% aller Befragten). Eine Übersicht aller Fragen kann hier eingesehen werden: Umfrage