Mineralischer Sonnenschutz

Wie wirken mineralische UV-Filter? Was sind Nanopartikel? Welche Sonnencremes sind korallenfreundlich? Welche Produkte eignen sich für sensible Babyhaut? 🌿 Wir klären Deine Fragen!


Es gibt zwei Arten von UV-Filtern, die am häufigsten in Sonnenschutzmitteln eingesetzt werden: Organische Filter, umgangssprachlich auch "chemische" Filter genannt, und anorganische Filter, die besser als "mineralische" oder "physikalische" Filter bekannt sind. [1]

Sonnencremes mit chemischen UV-Filtern ziehen in die Haut ein, nehmen die Sonnenstrahlen auf und wandeln sie in Wärmeenergie um. Mineralische Filter (z.B. Zinkoxid, Titandioxid) hingegen legen sich auf die Haut und reflektieren die Sonnenstrahlen; sie bilden also eine physikalische Barriere und verhindern, dass die UV-Strahlen überhaupt erst in die Hautzellen eindringen. [2] [3] [4] Durch die Filterpartikel auf der Haut, kommt es bei manchen mineralischen Naturkosmetik Sonnencremes zu dem sogenannten "Weißel-Effekt". Die Rezepturen haben sich in den letzten Jahren jedoch so verfeinert, dass es inzwischen auch mineralische Sonnencremes gibt, die keine weißen Rückstände hinterlassen.

Wie gefährlich sind Nanopartikel?

Mineralische Filter bestehen meist aus Mikro- und/oder Nanopartikeln. Es wird vermutet, dass Nanopartikel so klein sind, dass sie über die Haut und/oder die Atemwege in den menschlichen Organismus eindringen und die Gesundheit beeinträchtigen können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt an, dass über die Wirkung von Nanopartikeln im menschlichen Körpern noch wenig bekannt ist. Dem aktuellen Kenntnisstand zufolge, durchdringen Nanopartikel gesunde, erwachsene Haut in der Regel nicht. Wie sich Nanopartikel auf geschädigter Haut oder dünner Babyhaut verhalten, ist jedoch noch unklar. [5] [6]

Sind mineralische UV-Filter besser für die Umwelt?

Auf vielen mineralischen Sonnencremes findest Du den Hinweis "korallenfreundlich", "reef friendly", "riff-sicher" oder "biologisch abbaubar". Das hat den Grund, dass im Gegensatz dazu einige chemische Filter die Umwelt nachhaltig belasten können. Die chemischen UV-Filter Oxybenzon und Octinoxat wurden zum Beispiel auf Hawaii und Palau bereits gesetzlich verboten, da sie zur Korallenbleiche beitragen und dadurch die Meeresfauna mit unklaren Langzeitfolgen beeinträchtigen. [7] [8] 

Welche Filter eignen sich für besonders sensible (Baby-)Haut?

Übermäßiger Kontakt mit starker Sonneneinstrahlung erhöht das Hautkrebsrisiko (UVB-Strahlung) und verstärkt die Hautalterung (UVA-Strahlung). Da die Haut von Babys und Kindern noch dünner ist und ihren UV-Eigenschutz erst noch entwickelt, beeinflussen Sonnenschäden in jungen Jahren die Hautgesundheit besonders stark. Schützende Kleidung und die Vermeidung zu der Mittagssonne ist neben ausreichend Sonnenschutzmittel sehr wichtig für den Schutz empfindlicher, junger und besonders heller Haut. [3][4]

Einige chemische Filter stehen im Verdacht, hormonell zu wirken, da diese Wirkungsweise teilweise in Zell- und Tierversuchen nachgewiesen wurde (z.B. Ethylhexyl Methoxycinnamat, Octocrylene). [4] [9] Nach aktuellem Kenntnisstand hat das Bundesinstitut für Risikobewertung bisher einen chemischen Lichtschutzfaktor als gesundheitsschädlich eingestuft; es wird jedoch über eine Re-Evaluierung zugelassener UV-Filter auf europäischer Ebene diskutiert. [10] Der Vorteil an mineralischen Filtern ist, dass sie sofort nach dem Auftragen schützen, weniger mit der Haut interagieren und kaum allergen sind[4] Wegen der guten Hautverträglichkeit greifen viele Eltern und Sonnenanbeter mit sensibler Haut daher gerne zu parfümfreien, mineralischen Sonnencremes.


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Quellen:

[1] Serpone N. et al.  Inorganic and organic UV filters: Their role and efficacy in sunscreens and suncare products . Inorganica Chimica Acta, 2007, 360, 794–802 

[2] Meinhard, E.  Service: Sonnenschutzmittel im Test. Für ARD | DasErste.de, 2018. Online unter:  https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/service/service-Sonnenschutzmittel-Test-100.html (28.05.2018) 

[3] Universitätsklinikum Regensburg,  Sonne ohne Sonnenschutz? 2014, Online unter  https://www.ukr.de/service/aktuelles/03828.php (18.06.2014)

[4] glückskind Magazin, Sonnencreme für Babys und Kinder – 7 Fragen und 7 Antworten. https://www.dm.de/glueckskind/magazin/sonnencreme-kinder-c488332.html (01.06.2019) 

[5] Europäische Kommission, Wissenschaftlicher Ausschuss, Zinkoxid (Nanoform). Online unter: https://ec.europa.eu/health/scientific_committees/opinions_layman/zinc-oxide/de/index.htm#4 (Stand: 22.05.2019)

[6| Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Fragen und Antworten zur Risikobewertung von kosmetischen Mitteln2014. Online unter: https://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen-und-antworten-zur-risikobewertung-von-kosmetischen-mitteln.pdf (03.03.2014) 

[7] n-tv,  Hawaii verbietet UV-Filter: Sonnencremes schaden Meerestieren, 2018. Online unter:  https://www.n-tv.de/wissen/Sonnencremes-schaden-Meerestieren-article20497528.html (26.06.2018)

[8] n-tv,  Urlaubsparadies schützt Korallen: Palau verbietet Großteil der Sonnencremes, 2018. Online unter: https://www.n-tv.de/wissen/Palau-verbietet-Grossteil-der-Sonnencremes-article20701373.html (02.11.2018)

[9] Throl, C., Thomas, K.  Sonnencreme im Test: Welchen Sonnenschutz wir für die Haut empfehlen. In: ÖKO-TEST Juni 2018, 2018. Ausschnitt online unter:  https://www.oekotest.de/kosmetik-wellness/Sonnencreme-im-Test-Welchen-Sonnenschutz-wir-fuer-die-Haut-empfehlen_111085_1.html (24.05.2018)

[10] Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR),  Informationen, Tipps und Empfehlungen zu Sonnenschutzmitteln, 2005. Online unter:  https://www.bfr.bund.de/cm/343/informationen_tipps_und_empfehlungen_zu_sonnenschutzmitteln.pdf (22.08.2005)


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